Portugal führt vollständige Biometrieerfassung für Reisende aus Nicht-EU-Staaten ein
Portugal ist am 6. September zur vollständigen Erfassung biometrischer Daten von Bürgern aus Nicht-EU-Staaten bei Grenzkontrollen übergegangen. Premierminister Luís Montenegro kündigte die Änderung bei einem Besuch des Flughafens Lissabon an und räumte ein, dass sie den Druck auf das System erhöhen werde.
Das europäische Einreise-/Ausreisesystem EES ersetzt Passstempel durch die digitale Registrierung von Fotos und Fingerabdrücken von Bürgern aus Staaten außerhalb der EU. Es wird seit Oktober 2025 schrittweise in der Europäischen Union eingeführt. Portugal und sieben weitere Länder hatten die Europäische Kommission gebeten, die vorübergehende Aussetzung der Datenerfassung länger zuzulassen.
Der Premierminister erklärte, das System werde laufend überwacht. Weitere Schritte umfassten Investitionen in Informationstechnologie, Verfahrensänderungen und bei Bedarf Anpassungen einzelner Regeln innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Er berichtete auch von geplanten Investitionen am Flughafen Porto, wo mit stärkerem Druck gerechnet wird.
Montenegro sagte, die Wartezeiten an den Flughäfen seien dank Technik, zusätzlichem Personal und der Koordinierung der Dienste bereits deutlich kürzer als noch einige Monate zuvor. Zugleich räumte er ein, dass der Druck auf das Grenzkontrollsystem nicht verschwinden werde.
Mit KI-Unterstützung erstellt.