Neue Antragsteller auf vorübergehenden Schutz in Spanien müssen militärische Pflichten nachweisen
Cadena SER berichtet, dass Ukrainer, die seit dem 5. August 2026 in Spanien vorübergehenden Schutz beantragen, die Erfüllung ihrer Pflichten nach ukrainischem Wehrrecht oder eine Befreiung nachweisen müssen. Dem Bericht zufolge gilt die Anforderung auch für Frauen, obwohl sie nicht kämpfen müssen, sofern sie dies nicht freiwillig tun.
Ana Shkalenko, Präsidentin von Amigos de Ucrania in Alicante, sagte, die neue Regel erschwere den Schutz erheblich. Der Verband erklärt, in den vergangenen Wochen seien auch Männer unter 23 und Frauen abgelehnt worden, und fordert die ukrainische Botschaft sowie staatliche Stellen zum Eingreifen auf. Betroffenen rät er, zur Polizei zu gehen und Asyl zu beantragen.
Vorübergehender Schutz gewährt das Recht, in Spanien zu leben und zu arbeiten, medizinische Versorgung zu nutzen und Kinder einzuschulen. Im Bericht zitierte Ministeriumszahlen nennen 62.831 Aufenthaltserlaubnisse für Ukrainer in der Provinz Alicante und rund 350.000 in ganz Spanien.
Der Beitrag erwähnt zudem Veranstaltungen zum ukrainischen Unabhängigkeitstag: einen Marsch in Torrevieja und einen geplanten Zug in Alicante mit einer 100 Meter langen Flagge. In Torrevieja sind etwa 11.000 Ukrainer gemeldet.
Mit KI-Unterstützung erstellt.